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Systemisches Denken wird oft nur als die Fähigkeit angesehen, sein ganz normales Denken, seinen gesunden Menschenverstand auf die Umstände der jeweiligen Situation passend einzustellen. Um wirklich erfassen zu können, was kleine und große Eingriffe in ein komplexes System bewirken, dazu muss zunächst das Muster seiner vernetzten Dynamik weitestgehend verstanden werden.
Somit ist umschreibt das systemische Denken die Fähigkeit, alle Beteiligten im Rahmen eines komplexen Systems zu sehen, dass aus verschiedenen, miteinander verknüpften Variablen besteht. Dies impliziert die Fähigkeit, Handlungen nicht nur im Rahmen einfacher Ursache-Wirkungszusammenhänge und statischer Ist-Analysen zu bewerten, sondern eine gewisse Eigendynamik des Systems sowie die vielfältigen Interdependenzen und Fernwirkungen so weit möglich zu berücksichtigen.
Auch der Glaube / das Wissen um die Macht kleinster Veränderungen zählt dazu, ebenso wie die Einstellung, dass auch kleine Änderungen in einem System dieses System verändern. Beide mentalen Aspekte unterstützen die Motivation, die Initiative für etwas zu ergreifen, selbst zu handeln und bei gewünschten Veränderungen bei sich selbst zu beginnen.
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